Nationale Koexistenz-Strategie
Das umfangreiche Gemeinschaftsrecht betreffend GVO (Gentechnisch Veränderte Organismen) und die Rechtsnormen zu dessen Umsetzung in Österreich sehen unter anderem den Anbau von GVO vor.
Die KOEXISTENZ - das Nebeneinander "gentechnisch veränderter, konventioneller und ökologischer Kulturen" - stellt in technischer und rechtlicher Hinsicht eine besondere und neue Herausforderung in der Saatguterzeugung, der landwirtschaftlichen Erzeugung bis hin zu den Prozessen zur Herstellung von Futtermitteln und Lebensmitteln dar. Eine Expertengruppe bestehend aus Vetretern der Bundesländer, der Landwirtschaftskammern, der PRÄKO, der AGES und des BMLFUW, sowie in der erweiterten Gruppe unter Einbeziehung der Züchter, der Saatgutwirtschaft und der aufnehmenden Hand hat im Auftrag des BMLFUW Empfehlungen für eine nationale Koexistenz-Strategie erarbeitet.Auf Basis der vorliegenden Empfehlungen erarbeiten die Bundesländer sog. Gentechnik-Vorsorgegesetze. Diese sehen prinzipiell vor, dass jeder Landwirt, der GVOs anbauen will, einem behördlichen Verfahren unterliegt (Anmelde- oder Bewilligungsverfahren). Im Rahmen des behördlichen Verfahrens kann die Behörde Auflagen für den Anbau erteilen oder diesen verbieten. Die benachbarten Landwirte sind in das Verfahren eingebunden. Jeder bewilligte Anbau wird registriert. Bundeseinheitliche Richtlinien des Koexistenzmanagements werden derzeit im Auftrag des BMLFUW in der erwähnten Expertengruppe ausgearbeitet. Sie sollen den Landesbehörden als Entscheidungsgrundlage dienen, ob der GVO-Anbau im gegebenen Fall möglich ist bzw. unter welchen Bedingungen (behördliche Auflagen, wie z.B. Isolationsabstände zu GVO-freien Kulturen) der Anbau zugelassen werden kann.
Links zu weiteren Informationen zum Thema „Gentechnik"
http://www.bmgf.gv.at
http://www.gentechnik.at
http://www.ages.at
http://europa.eu.int/comm/dgs/health_consumer/index_en.htm
www.efsa.eu.int
http://www.jrc.cec.eu.int/
Downloads
Empfehlungen für eine Koexistenz-Strategie (PDF 101,9 kB )
21.02.2006, Lebensministerium Öffentlichkeitsarbeit


