INVEKOS
Marktordnungsprämien und Leistungsabgeltungen als Direktzahlungen an die Betriebsinhaber sind das Rückgrat der europäischen Agrarpolitik.
Diese Zahlungen sind ein wesentlicher Beitrag zur Sicherung der bäuerlichen Einkommen und damit zur Erhaltung einer flächendeckenden und nachhaltigen landwirtschaftlichen Produktion in Österreich.Ein Großteil dieser Direktzahlungen mit einem Volumen von 1,5 Milliarden Euro wird im Integrierten Verwaltungs- und Kontrollsystem (INVEKOS) EU-weit nach einheitlichen Vorgaben ausbezahlt. In Österreich ist mit der Abwicklung aller INVEKOS-Zahlungen (EU-, Bundes- und Landesmittel) die Agarmarkt Austria betraut. Die effiziente und sachgerechte Verwendung von Förderungsgeldern erfordert auch wirksame Kontrollen. Diese verantwortungsvolle Aufgabe obliegt ebenfalls der Agrarmarkt Austria . Die Aufgabe der Landwirtschaftskammern ist Beratung der Antragsteller und die Entgegennahme und EDV-mäßige Erfassung der 155.000 Flächen- und der 136.000 Tierprämienanträge.
Eine große Herausforderung für die Verwaltung und die Beratung stellen die ständigen Anpassungen der Direktzahlungen an die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Rahmenbedingungen dar. Nach der Umsetzung der Agenda 2000 wird die Gemeinsame Agrarpolitik der EU unter den Gesichtspunkten der Erweiterung der EU und der Entwicklungen im Rahmen der WTO weiterentwickelt. Dies hat auch weitgehende Anpassungen des Prämiensystems zur Folge.
Der Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft vertritt in den Gremien der EU die Interessen Österreichs mit großem Erfolg. Das österreichische Landwirtschaftsmodell und die effiziente Abwicklung der damit verbundenen Fördermaßnahmen gelten europaweit als vorbildlich.
Unter diesen Gesichtspunkten und unter dem ständig aktuellen Aspekt des Bürokratieabbaus unterliegt das INVEKOS einem ständigen Reformprozess. Stichworte sind antragslose Auszahlung, Internetantrag, und Geographisches Informationssystem.
Neben der Abwicklung der Direktzahlungen hat sich das INVEKOS in der Zwischenzeit zu einem zentralen Informationssystem über und für die Landwirtschaft entwickelt. Eine Vielzahl von statistischen Erhebungen konnten durch die Auswertung von Antragsdaten ersetzt bzw. ergänzt werden.
17.09.2008, Lebensministerium II/10


