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Maispflanzen
Foto: BMLFUW

Österreichs Genmais-Verbote bleiben

In Österreich gelten Import- und Anbauverbote für genetisch veränderten Mais. Und sie werden auch weiterhin gelten, obwohl die EU-Kommission eine Aufhebung gefordert hat.

Konkret geht es um die Sorten T25, Mon810 und Bt176, die in der EU grundsätzlich zugelassen sind, deren Sicherheit, sowie mögliche Folgen für die Umwelt und die menschliche Gesundheit jedoch aus ExpertInnensicht bis heute nicht vollständig geklärt sind. Österreich hat sich bewusst für einen anderen, nicht industriellen und gentechnikfreien Weg im landwirtschaftlichen Anbau entschieden und besteht daher auf der Aufrechterhaltung nationaler Schutzmaßnahmen.

Tschechien, Estland, Portugal und Spanien haben den Vorschlag der EU Kommission, die Verbote aufzuheben lange Zeit unterstützt. Dennoch ist es gelungen, die Minister durch umfangreiches Lobbying und intensive bilaterale Gespräche letztendlich von der österreichischen Position zu überzeugen, sodass die Abstimmung am EU-Umweltministerrat Ende am 24. Juni 2005 in Luxemburg für die Aufrechterhaltung der Verbote ausging. Mit der qualifizierten Mehrheit im Rat wurde der Forderung der Kommission nach Aufhebung nationalen Import- und Anbauverbote eine klare Absage erteilt.

06.11.2008, Lebensministerium III/9