Hohe Qualität der österreichischen Lebensmittel
Die Produktion hochwertiger, gesunder Lebensmittel zählt seit jeher zu den Hauptanliegen der österreichischen Landwirtschaft, die daneben wichtige ökologische und landschaftspflegerische Leistungen erbringt.
Mit gutem Gewissen die hohe Qualität der österreichischen Lebensmittel genießen kann man weil sie hochqualitativ produziert werden. Dafür müssen Produktion, Lagerung, Vertrieb und die Qualitätskontrolle der Lebensmittel ein hohes Niveau aufweisen.Wie wird in der Produktion die hohe Lebensmittelqualität gefördert?
- Durch das Fachwissen der Bäuerinnen und Bauern im Pflanzenbau und der Viehhaltung.
- Durch die Ausweitung der Fruchtfolgen.
- Durch den sinkenden Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln.
- Durch die verstärkte Verwendung von biologischen Mitteln und Nützlingen.
- Durch die Förderung der artgerechten Tierhaltung ohne Hormongaben und ohne wachstumsfördernde Stoffe.
- Durch das international beachtliche Ausmaß der biologischen Produktion.
- Der Einsatz von Gentechnik wird von der österreichischen Landwirtschaft abgelehnt.
Lebensmittelkennzeichnung
Wie können die Konsumentinnen und Konsumenten auf einen Blick die Qualität eines Lebensmittel erkennen? Zu diesem Zweck dient die Lebensmittelkennzeichnung. Die Agrarmarkt Austria (AMA) ist mit Aufgaben der Qualitätssteigerung landwirtschaftlicher Produkte betraut. Deshalb wurden das AMA-Gütesiegel, das AMA-Biozeichen und die Rindfleischetikettierung "bos" geschaffen.
Das AMA-Gütesiegel gewährleistet unabhängige Kontrollen und steht für konventionell erzeugte Lebensmittel, die überdurchschnittliche Qualitätskriterien erfüllen und deren Herkunft nachvollziehbar ist.
Das AMA-Biozeichen zeigt den Konsumentinnen und Konsumenten biologisch produzierte Lebensmittel auf den ersten Blick. Im Jahr 2006 gab es in Österreich 20.162 Biobetriebe, die rund 362.000 Hektar, das sind rund 15 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche (ohne Almen) bewirtschafteten.
Das BOS-ein einheitliches Rindfleisch-Kennzeichnungssystem macht es möglich, den Weg des Produktes bis zum Landwirt zu verfolgen. "bos" wurde gemeinsam von der Agrarmarkt Austria Marketing GmbH mit der Wirtschaftskammer erarbeitet. Es schreibt eine lückenfreie Dokumentation des Warenflusses vor.
Lebensmittelkontrolle
Qualität und Hygiene sind Kennzeichen für die gesamte Produktionskette, vom bäuerlichen Betrieb bis auf den Tisch des Konsumenten. Ein strenges Lebensmittelgesetz garantiert eine effiziente Kontrolle der Lebensmittel. Durch die amtlichen Qualitätskontrollen und Lebensmittelüberwachungen soll die hohe Qualität der Lebensmittel sichergestellt werden.
Neben der amtlichen Lebensmittelüberwachung, dem Veterinärkontrollwesen und der Bundeskellereiinspektion deckt die Qualitätskontrolle einen weiteren Bereich der Kontrolle von Lebensmitteln in Österreich ab.
Die Qualitätskontrolle wird nach den Bestimmungen des Qualitätsklassengesetzes, der darauf erlassenen nationalen Durchführungsverordnungen und den EU-Qualitäts- und Vermarktungsnormen durchgeführt. Während die Ein- und Ausfuhrkontrolle in den Kompetenzbereich des Bundes fällt, sind für die Kontrolle im Inland die Bezirksverwaltungsbehörden zuständig.
Im Gegensatz zur amtlichen Lebensmittelüberwachung, die in erster Linie darauf ausgerichtet ist, Lebensmittel daraufhin zu kontrollieren, ob sie von Beanstandungen frei sind - d.h. den Mindestanforderungen des Lebensmittelgesetzes entsprechen -, überprüfen die Qualitätsinspektoren ob die Lebensmittel die Anforderungen des Qualitätsklassengesetzes erfüllen. Hierbei geht es um Qualitätsnormen wie Beschaffenheit, Größenstufen, Verpackung und Kennzeichnung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse.
22.02.2008, Lebensministerium Öffentlichkeitsarbeit


