Projektbericht: "Perspektiven des EU-Beitritts der Balkanländer - Mögliche Konsequenzen für Österreichs Landwirtschaft und Nahrungsmittelindustrie"
Die Ergebnisse der vom BMLFUW beauftragten und vom Wiener Institut für internationale Wirtschaftsvergleiche durchgeführten Studie wurden im Rahmen einer Projektpräsentation im BMLFUW durch Dr. Josef Pöschl und Dipl.-Ing. Zdenek Lukas einem interessierten Fachpublikum vorgestellt.
Die vom BMLFUW beauftragte und vom Wiener Institut für internationale Wirtschaftsvergleiche durchgeführte Studie: „Perspektiven des EU-Beitritts der Balkanländer Albanien, Bulgarien, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Mazedonien, Rumänien, Serbien und Montenegro sowie der Türkei: Mögliche Konsequenzen für Österreichs Landwirtschaft und Nahrungsmittelindustrie“ ist vor kurzem abgeschlossen worden.An dieser Präsentation der Ergebnisse am 6.3.2008 im BMLFUW nahmen auch die österreichischen Agrarattachés Dr. Christian Brawenz (Attaché für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Umwelt in Kroatien, akkreditiert in Kroatien, Slowenien, Serbien und Bulgarien) und DI Ernst Zimmerl (Gesandter für Agrar- und Umweltangelegenheiten in Ungarn, akkreditiert in Ungarn und Rumänien) teil und erörterten ihre Sicht der Situation in den jeweiligen Ländern.
Folgende Aufgaben und Themenbereiche wurden im gegenständlichen Projekt bearbeitet:
1. Aufbau einer Datenbank bezüglich der Landwirtschaft und Nahrungsmittelindustrie der Balkanländer und zwar zu den Themen
- Agrar- und Nahrungsmittelproduktion
- Gesamtwirtschaftlicher Rahmen
- Export und Import von Agrargütern und Lebensmitteln
- Beschäftigung in der Landwirtschaft
- Input- und Outputpreisniveaus
- Nachwachsende Rohstoffe
2. Ist-Standsanalyse und Abschätzung der Konsequenzen eines EU-Beitritts der Balkanländer auf die Landwirtschaft und Nahrungsmittelindustrie Österreichs
a. Analyse der Landwirtschaft und Nahrungsmittelindustrie sowie der Situation des ländlichen Raumes der einzelnen Länder - mit ausführlicher Berücksichtigung des Anbaus von GVOs
b. Produktionspotentiale des Agrarsektors dieser Länder und Abschätzung der Chancen auf Ausschöpfung dieser Potentiale
c. Bisher erreichte Integration in europäische Strukturen, allgemein und hinsichtlich der Landwirtschaft und der Nahrungsmittelindustrie
d. Chancen und Probleme, die sich für diese Länder aus einem EU-Betritt ergeben dürften – für ihren Agrarsektor, ihre Nahrungsmittelindustrie, ihren Handel mit Agrargütern und Nahrungsmitteln sowie für die Entwicklung des ländlichen Raumes in diesen Ländern, und zwar vor dem Hintergrund der voraussehbaren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.
e. Möglichkeiten, die positiven Erfahrungen, die Österreich im Bereich der Bewahrung und Entwicklung des ländlichen Raumes erworben hat, auf Balkanverhältnisse anzuwenden.
f. Chancen und Probleme, die dem österreichischen Agrar- und Nahrungsmittelsektor aus dem EU-Beitritt der Balkanländer erwachsen könnten.
g. Voraussichtliche Entwicklung der Handelsströme zwischen den Balkanländern und Österreich sowohl bilateral Ö.-Balkanstaaten als auch zwischen Balkanstaaten und EU-Mitgliedsländern
h. Direktinvestitionen und Marktpräsenz der Mitgliedsstaaten in den untersuchten Ländern
i. Schätzung der Kosten, die dem EU-Budget erwachsen könnten, falls die GAP in der aktuellen Form neu gestaltet wird und die Balkanländer EU-Mitglieder werden.
j. Chancen für österreichische Unternehmen im Rahmen von EU-Programmen für die Balkanländer inklusive einer Diskussion von Möglichkeiten, diese Chancen durch institutionelle Reformen zu erhöhen.
3. Wechselkurse und Terms of Trade im Agrarhandel der Region. Analyse und Szenarien einer möglichen künftigen Entwicklung
Der Projektabschlussbericht zu diesem Projekt ist veröffentlicht auf der Forschungsplattform DaFNE des Lebensministeriums unter der Projektnummer 1402.
Links zum Thema:
Downloads
Projekt 1402 (PDF 148,52 kB )
13.05.2008, Lebensministerium II/1

